Was nicht schon wieder alles passiert ist in den letzten Monaten! Man denkt nach dem 1. so ereignisreichen Jahr, dass es doch mal weniger werden müsste, aber ständig gibt es dennoch neue Entwicklungsschritte, im 2. Jahr dann vorallem auf sprachlich-kognitiver Ebene.
Die Vorweihnachtszeit mit Jerik lief sehr turbulent ab, da er eine "Phase" hatte. Das typische eben. 3 Wochen lang war er nicht zu trösten, wollte nicht mehr in die Kita und wollte keine Milisekunde mehr aus den Augen gelassen werden. Plötzlich ging nach über einem 3/4 Jahr das Schlafen auch nicht mehr. Hatte schon ganz vergessen wie unglaublich anstrengend nächtliches Aufstehen ist, war ja von der Zeit davor so verwöhnt. Wir haben zusammen Plätzchen gebacken und es war sehr schön, auch in der Kita hat er begeistert mitgebastelt und gemalt. Nachdem man nur oft genug "Oh Tannenbaum" gesungen hatte, kommentierte er jeden beleuchteten Tannenbaum mit "Oh Tanne!" und forderte uns regelmäßig zum Singen auf. Er "sang" dann auch immer schön mit. Zur selben Zeit lernte er übrigens das Wort "Angst", wobei er selbst in der Aussprache jeden einzelnen Buchstaben stark betont. Tja, seit er das Wort kennt, hat er es auch. Angst. Wir haben nun ein Nachtlicht in seinem Zimmer, Schafe dürfen sich ihm nicht nähern und so weiter. Prallel erkannte er wohl, dass Babies oft weinen und so weint das kleine Christkind in seiner Weihnachtskrippe erstaunlich oft, was dazu führt, dass er es in die Arme seiner Mama (Maria) legt. Wäre sehr niedlich, wenn das Baby nicht einfach weiter weinen würde.... :)
Auch in Bildern interpretiert er oft jeden verzerrten Gesichtsausdruck als Weinen, es ist in seiner Gedankenwelt wohl sehr präsent.
Seit 1-2 Wochen sind nun aus den 2 Wort Sätzen auch schon 3 Wort Sätze geworden, im Sinne von "Fynn auch heia". Das ist so unglaublich niedlich, man sieht ihm richtig an wie er über seinen nächsten Satz nachdenkt und sich bemüht etwas passendes zu sagen und wie er sich freut, wenn man ihn richtig verstanden hat. Nachdem er nun diese schlimme Phase (so kurz nach Weihnachten) überstanden hat, ist er auch wieder viel fröhlicher. Seit Montag geht er wieder in die Kita und bisher völlig problemlos, er ist schon wieder wie ein neuer Jerik. Jeden Tag lachen wir über irgendwelche kleinen Geschichten die Jerik verursacht hat und es gibt immer immer etwas neues. Gestern hatte er zum Beispiel die Sprayfarbe eines Graffitis an der S-Bahn bewundert und ist ganz freudig mit dem Wort "Farbää" hingelaufen. Ein bisschen unerwartetes Gelb, ein bisschen Rot und mein Kind ist glücklich :) Inzwischen fahren wir übrigens immer ohne Buggy mit Bus und Bahn, da er irgendwann angefangen hat morgens vor dem Buggy theatralisch verneinend mit dem Finger zu wedeln und "oooohne" zu rufen. Also dann halt ohne Buggy... und es klappt wirklich erstaunlich gut.
Und in der Trotzphase ist er übrigens nun auch... Sein weinverzerrtes Gesicht weil irgendetwas nicht haben oder machen darf ist allerdings so niedlich und diese Überreaktion so herrlich irrational, dass ich immer stark damit zu kämpfen habe ihm mein innerliches Grinsen nicht zu zeigen.
Ein Bild auf dem Weg nach Berlin am 3.01.12 zur Oma Albina. Es lief einfach nur problemlos und toll!
Beim Spaziergang
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